Littering

Vermüllung - Klimakiller - Meeresverschmutzer

Die Verschmutzung von Wasser und Land ist ein Auslöser für die bereits angeführte EU-Richtlinie. Das Problem ist recht vielschichtig: Europa hat qualitativ sehr unterschiedliche Abfallwirtschaften. Wir haben in Europa Nationen mit großer Sammelleidenschaft, in denen Wertstoffe eingesammelt und dem Recycling zugeführt werden. Daneben gibt es andere Nationen mit geringer Mülltrennung, welche Müll teilweise auf Deponien lagern. Bei entsprechendem Wind ist die Verteilung von Müll - insbesondere leichtgewichtigen Kunststoffbeuteln - in die Natur eine logische Konsequenz. Zusätzlich ist das Bewusstsein für das Thema Umwelt noch sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Leider ist es eine Tatsache, dass sich immer mehr Müll sowohl in unseren Meeren als auch auf dem Land befindet. Richtig ist auch, dass Plastikmüll ein bedeutender Teil des Problems ist. Wer aber glaubt, das Problem nur mit Beschränkungen bei Kunststofftragetaschen lösen zu wollen, der irrt. Die Plastiktüte ist mit einem kaum messbaren Anteil an der Vermüllung vertreten. Als Symbol der Wegwerfgesellschaft steht sie aber im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ein Küstenmonitoring des NABU (siehe mehr Infos) bringt hier Aufschluss. Die Plastiktüten sind bei Weitem nicht das häufigste Fundstück, sondern Flaschendeckel, Verpackungen von Süßigkeiten und Becher. Die Abfallanalyse Ostsee 2012 zeigt, dass der überwiegende Teil des Abfalls aus der kommerziellen Seeschifffahrt stammt: Fässer, Farbdosen und Schiffsausrüstung.

Es braucht also zwei Ansätze: Eine hochentwickelte Abfallwirtschaft im gesamten Europa und ein verändertes Bewusstsein für den Umgang mit der Natur.

Mehr Infos:

Nabu Küstenmonitoring (PDF, 4,1 MB)
Umweltbundesamt (PDF, 397,9 KB)