WEST PAPIER Exkurs
Recycling

Recyclable – Recycling – Recycled

Drei Begriffe, ein Thema: Wiederverwendbarkeit


WEST PAPIER fertigt seit geraumer Zeit Tragetaschen und Tischdecken aus Papier und Folie. Schon immer lag der Fokus hierbei auf einer sorgsamen Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen.

West-Papier Sammlung Folienbeschnitt für Recycling

Ein Beispiel aus der alltäglichen Praxis bei der Produktion einer WEST PAPIER Tragetasche:
Sofern ein Besäumen (Randbeschnitt) der Folien- oder Papierbahn notwendig ist, werden die Abschnitte gesammelt und gezielt der Verwertung zugeführt. Ebenso werden Reste und Andruckmaterial der Folien- oder Papierrolle getrennt gesammelt und dem Recyclingprozess, also einer Kreislaufwirtschaft, zugeführt.

Widmen wir uns den in der Überschrift genannten Begriffen fällt sofort der Grundbegriff RECYCLE ins Auge. Aus dem englischen „to recycle = wiederverwerten“, leitet sich der eingedeutschte Begriff ab.

Zwar bedeuten die drei Begriffe grundverschiedene Dinge, verfolgen aber das selbe Ziel:

Die Schonung von Ressourcen und die Umwelt schützen, durch das aktive Wiederverwenden von Dingen & Materialien.

Wenn Sie z.B. Ihre neue (Folien) - Tragetasche bei West-Papier auswählen und dabei z.B. ein strahlend weißes Material bevorzugen, müssen Sie kein schlechtes Gewissen haben.

West-Papier - Ressourcenschonung

Zwar handelt es sich um ein neues, sog. Virgin-Material, jedoch sind sämtliche PE-Folien in unserem Sortiment 100% RECYCLABLE. Das bedeutet, dass Sie die „Plastiktüte“ nach ihrem (mehrfachen) Einsatz ruhigen Gewissens der Wertstoffsammlung oder aber z.B. als Müllbeutel der Restmüllsammlung zukommen lassen können. Im letztgenannten Einsatzgebiet dient die Folie dann als willkommener Brandbeschleuniger in der Müllverbrennungsanlage und liefert wertvolle Energie. Die Überbleibsel sind dabei Kohlendioxid und Wasser, es entstehen KEINE giftigen Gase oder Dämpfe.

West-Papier Recycling - Wertstoffsammlung

In der Wertstoffsammlung hingegen hat die Folie im wahrsten Sinne des Wortes eine Zukunft.

Die Folie landet mit anderen PE-Materialien in der Recyclinganlage und wird, je nach Verfahren, direkt zu anderen Produkten umgeschmolzen oder regranuliert. 

Das letztgenannte neue Granulat ist dabei eine kostengünstige Alternative im Vergleich zur Neuware und somit ein hochwertiges Ausgangsmaterial für die Kunststoffindustrie. Aus der „alten“ Tüte wird dann etwas neues, z.B. Müllbeutel, Folien, Kanister, Kunststoffrohre, Abdichtungen, Isolierungen für Kabel, usw. Ein Gegenstand mit Vergangenheit und Zukunft.

WEST PAPIER setzt solche RECYCLED Materialien aktiv ein und unterstützt „DER BLAUE ENGEL“. Unsere Auditierung erfolgte bereits 2015 und wir freuen uns, zusammen mit Ihnen einer Folie mit Vergangenheit eine Zukunft zu geben.

DER BLAUE ENGEL garantiert einen Anteil von MINDESTENS 80% Recyclingmaterial, erst dann darf das Logo als Qualitätssiegel mit „auf die Tüte“.

West-Papier - DKT Tragetasche mit Der Blaue Engel-Symbol

Glossar

Bedeutet, dass es möglich ist, den Werkstoff zu recyceln, jedoch nicht dass er aus Recyclingmaterial besteht. In der Regel also ein Virgin-Material.

Bedeutet, dass der Werkstoff aus recycelten Materialien besteht und dieser auch weiterhin recyclingfähig ist.

Polyethylen wurde zum ersten Mal 1898 von dem deutschen Chemiker Hans von Pechmann zufällig hergestellt, während dieser Diazomethan untersuchte. Als seine Kollegen Eugen Bamberger und Friedrich Tschirner die weiße, wachsartige Substanz charakterisierten, erkannten sie, dass sie aus langen CH2-Ketten aufgebaut war, und bezeichneten sie als Polymethylen. Diese Art der Herstellung erlangte jedoch keine praktische Bedeutung, da Diazomethan notorisch instabil und giftig ist.

Die erste industrielle Polyethylen-Synthese wurde (erneut durch Zufall) 1933 von Eric Fawcett und Reginald Gibson bei Imperial Chemical Industries (ICI) in Northwich, England entdeckt. Bei extrem hohen Drücken (ca. 1400 bar) erzeugten sie aus einem Gemisch aus Ethylen und Benzaldehyd ein weißes, wachsartiges Material. Da die Reaktion durch Spuren von Sauerstoff initiiert worden war, war der erste Versuch anfänglich nur schwer reproduzierbar. Daher dauerte es noch bis 1935, bis ein anderer Chemiker bei ICI, Michael Perrin, aus der zufälligen Entdeckung eine reproduzierbare Hochdrucksynthese für Polyethylen entwickelte. Diese stellte die Grundlage für die erste industrielle LDPE-Produktion im Jahr 1939 dar.

Da sich Polyethylen als sehr verlustarmes Dielektrikum für Hochfrequenzanwendungen (Leitungen, Kabel) herausstellte, wurde der kommerzielle Vertrieb mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs unterbrochen, das Verfahren unter Geheimhaltung gestellt und Polyethylen zur Herstellung von Isolierungen für UHF- und SHF-Koaxialkabel in Radargeräten eingesetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Prozess weiter erforscht; 1944 begannen die Bakelite Corporation in Sabine, Texas, und DuPont in Charleston, West Virginia, im großen Maßstab mit der kommerzielle Produktion, jeweils lizenziert durch die ICI.

Ein Meilenstein in der kommerziellen Herstellung von Polyethylen war die Entwicklung von Katalysatoren, die die Polymerisation bei milden Temperaturen und Drücken ermöglichen. Zunächst entdeckten Robert Banks und J. Paul Hogan bei Phillips Petroleum 1951 einen Katalysator auf Chromtrioxid-Basis. 1953 entdeckten Karl Ziegler und Giulio Natta den Ziegler-Natta-Katalysator auf der Basis von Titanhalogeniden und aluminiumorganischen Verbindungen. Der Phillips-Katalysator war günstiger und einfacher zu handhaben, der Ziegler-Natta-Katalysator erlaubte hingegen die Polymerisation unter noch milderen Bedingungen. Ab den 1950ern wurde so die großtechnische Herstellung von PE-HD ermöglicht; beide Verfahren werden noch heute industriell intensiv genutzt.

Als moderne Alternative zu Ziegler-Natta-Katalysatoren zählen die Metallocenkatalysatoren. Diese waren bereits 1950 bekannt, der Durchbruch gelang allerdings erst 1973, als Reichert und Meyer geringe Mengen Wasser zu einem System aus Titanocen und Alkylaluminiumchlorid hinzufügten. Die Metallocenkatalysatoren erzeugen Polyethylen mit engeren Verteilungen der molaren Masse und gleichmäßigerem Co-Monomereinbau als die Ziegler-Natta-Katalysatoren. In den 1980er Jahren führten Kaminsky und Sinn weitergehende Untersuchungen zum System Metallocen/Methylaluminoxan durch.

Gelegentlich wird die Bezeichnung Polyethen verwendet, um die historische Bezeichnung für Ethen zu vermeiden. Der strukturbasierte Name (nach der Wiederholeinheit in der Polymerkette) nach IUPAC wäre Polymethylen, er ist jedoch nicht gebräuchlich.

Quelle: Wikipedia

PE-LD (LDPE): stark verzweigte Polymerketten, daher geringe Dichte zwischen 0,915 g/cm3 und 0,935 g/cm3, („LD“ steht für „low density“).

Ist ein bestimmter Typ von Polyethylen. PE-HD (HDPE): schwach verzweigte Polymerketten, daher hohe Dichte zwischen 0,94 g/cm3 und 0,97 g/cm3, („HD“ steht für „high density“).

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